Geschichte Kaiserreich

Schatten des Kaiserreichs: Die Reichsgründung von 1871 und ihr schwieriges Erbe

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22,00

Autor: Conze Eckart

Marke: dtv Verlagsgesellschaft

  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423282568
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423282567

Paketmaße: 30x214x440

Seitenzahl: 288

Veröffentlichungsdatum: 18-09-2020

Einzelheiten: Schatten des Kaiserreichs: Die Reichsgründung von 1871 und ihr schwieriges Erbe

Am 18. Januar 1871 wurde im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Kaiserreich proklamiert. Deutung und Erbe des damals gegründeten Nationalstaats sind heute umstritten.

  • In welchem Verhältnis steht die Berliner Republik zum Reich Bismarcks und Wilhelms II.?
  • Wie demokratisch war der nationale Staat?
  • Hat sich Deutschland damals auf einen „Sonderweg“ in die Moderne begeben?
  • War in der Reichsgründung der Weg zum Ersten Weltkrieg bereits angelegt?
  • Was verbindet 1871 und 1933, was Versailles und Auschwitz?

Die Debatten über „Die Schlafwandler“ und die Hohenzollern zeigen, dass der Schatten des Kaiserreichs bis in die Gegenwart reicht.
Ein neuer Nationalismus taucht das vergangene Reich in ein rosiges Licht und versucht, ein kritisches Bild seiner Geschichte zu entsorgen. Doch die Reichsgründung war eine Revolution von oben, das Kaiserreich ein autoritärer nationaler Machtstaat.

Die Bundesrepublik steht nicht in seiner Tradition. 150 Jahre nach der Reichsgründung verbindet das Buch Geschichte und Gegenwart, historische Analyse und geschichtspolitische Intervention.

Die scharf gedachte und brillant formulierte Darstellung von Eckart Conze gibt Antworten auf politisch virulente Fragen, leuchtet die Hintergründe geschichtspolitischer Debatten aus und bezieht engagiert Stellung: »Es gibt nichts zu feiern. Das Reich von 1871, es ist vergangen. Das Deutschland der Gegenwart steht nicht in seiner Tradition.«

“Die nationale Einheit 1871 wurde erzwungen, mit Eisen und Blut, nach Kriegen mit unseren Nachbarn, gestützt auf preußische Dominanz, auf Militarismus und Nationalismus. Ich selbst war erst vor wenigen Tagen im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden – ein große, eine gute Ausstellung – und von der Decke, in einer Ecke des Saales, hingen an langen Fäden zahllose Kinderbücher aus jener Zeit. In ihnen, kleine Jungen, die kaum über die Tischkante gucken konnten, aber bereits stolz die Soldatenuniform tragen und begeistert die Kriegstrommel schlagen. Diese Glorifizierung des militanten Nationalismus, diese Verherrlichung des Krieges, des Heldentodes, selbst von Kindesbeinen an, das war der unselige Geist der damaligen Epoche. Es war ein kurzer Weg von der Gründung des Kaiserreiches bis zur Katastrophe des Ersten Weltkrieges.” #Zitat Frank-Walter Steinmeier

Pressestimmen zu Schatten des Kaiserreichs: Die Reichsgründung von 1871 und ihr schwieriges Erbe

»Der Historiker Eckart Conze warnt vor neuem Nationalismus.«

Michael Brettin, Berliner Zeitung 18.01.2021

»Von den vielen derzeit erscheinenden Büchern über die Reichsgründung vor 150 Jahren ist das des Zeithistorikers Eckart Conze unbedingt lesenswert.«

Hans von Trotha, Deutschlandfunk Kultur, Buchkritik 14.12.2020

»Fundiert, gut lesbar, mit Bezügen zu den neuen Nationalisten.«

HörZu 23.10.2020

»Er kann klug analysieren, er kann präzise argumentieren, er kann spannend schreiben – und er kann überzeugen.«

Heribert Prantl, Prantls Blick – die politische Wochenvorschau, Newsletter Süddeutsche Zeitung 04.10.2020

»Conze hat ein scharfsinniges und verständlich geschriebenes Buch vorgelegt.«

Jürgen Wandel, Zeitzeichen Juni 2021

»Er versteht sein Buch als einerseits als historische Analyse, aber auch als geschichtspolitische Intervention.«

Manfred Hitzeroth, Oberhessische Presse 14.01.2021

»Der Marburger Historiker Eckart Conze hat sich auf mehr als 260 lesenswerten Seiten mit der Reichsgründung vor (fast) 150 Jahren auseinandergesetzt – und längst nicht nur zurückgeschaut.«

Frank Heine, Goslarsche Zeitung 10.12.2020

Über den Autor und weitere Mitwirkende

ECKART CONZE, geboren 1963, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Marburg und zählt zu den profiliertesten deutschen Zeithistorikern. An den Universitäten Cambridge, Toronto, Utrecht und Jerusalem hatte er Gastprofessuren inne.

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